• 2. SINFONIEKONZERT
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2. SINFONIEKONZERT
Kammerphilharmonie Graubünden / Konzertreihen
Werke von Joseph Haydn, Franz Liszt, Béla Bartók & György Ligeti
Musik aus Ungarn!
War Joseph Haydn etwa Ungar? Das nicht ganz, aber er wirkte Jahrzehnte seines Lebens in Esterházy, das zum Königreich Ungarn gehörte. Doch seine Musik ist international, europäisch – seine vorletzte Sinfonie schrieb er für das Konzertpublikum in London.
Ebenso international europäisch komponierte der aus Ungarn stammende Virtuose und Komponist Franz Liszt, der das Konzertpublikum in ganz Europa hinriss – eher einem heutigen Popstar als einem klassischen Musiker vergleichbar.
Sehr ernst dagegen nahm Béla Bartók das musikalische Erbe seiner ungarischen Heimat: Viele seiner Werke basieren unmittelbar auf der (wirklichen) Volksmusik Ungarns.
In dieser Tradition begann auch György Ligeti sein OEuvre – rumänische Volksmusik hatte er für sein «Concert Românesc» studiert, doch die kommunistische Zensur verbot das Werk sofort.
Nach seiner Flucht in den Westen entwickelte Ligeti seine ganz persönliche Klangsprache, die einem breiteren Publikum durch den Film «2001: Odyssee im Weltraum» bekannt geworden ist. Eine skurrile Apokalypse im Stil eines Pieter Bruegel oder Hieronymus Bosch zeichnet Ligeti in seiner einzigen Oper «Le Grand Macabre» und zieht dabei so ziemlich alle gebräuchlichen und ungebräuchlichen musikalischen Register.

Konzertprogramm

Joseph Haydn (1732 – 1809)
Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Hob I:3 (1795) «Sinfonie mit dem Paukenwirbel»

Franz Liszt (1811 – 1886)
Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur (1853)

Béla Bartók (1881 – 1945)
«Ungarische Skizzen» (1931)

György Ligeti (1923 – 2006)
«Mysteries of the Macabre» drei Arien für Koloratursopran aus der Oper «Le Grand Macabre» (1974|1997) «Concert Românesc» (1951)