• MITLEID. DIE GESCHICHTE DES MASCHINENGEWEHRS
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MITLEID. DIE GESCHICHTE DES MASCHINENGEWEHRS – Ursina Lardi, Bündner Schauspielerin von Weltrang und Ensemblemitglied der Schaubühne Berlin, spielt in dieser europäischen Inszenierung des international tätigen Schweizer Regisseurs Milo Rau eine NGO-Mitarbeiterin im Kongo in einem Doppelmonolog mit der belgisch-burundischen Schauspielerin Consolate Sipérius.

In MITLEID. DIE GESCHICHTE DES MASCHINENGEWEHRS begibt sich Milo Rau gemeinsam mit seinem Team in die politischen Brennpunkte der heutigen Zeit: auf die Mittelmeerroute der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und ins kongolesische Bürgerkriegsgebiet. Der aus Interviews mit NGO Mitarbeitern, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa gespeiste Doppel-Monolog betritt dabei bewusst widersprüchliches Gelände: Wie ertragen wir das Elend der anderen, warum schauen wir es uns an? Warum wiegt ein Toter an den Toren Europas mehr als 1000 Tote in den kongolesischen Bürgerkriegsgebieten?

So ist MITLEID. DIE GESCHICHTE DES MASCHINENGEWEHRS nicht nur ein Nachdenken über die Grenzen unseres Mitleids, sondern auch über die Grenzen des europäischen Humanismus. 2007 gründete Milo Rau das ‹International Institute of Political Murder (IIPM)›. Mit der ganz eigenen theatralen Form des Reenactments wie ‹Die letzten Tage der Ceausescus› oder den ‹Moskauer Prozessen› erregte er grosses Aufsehen. Seine Produktion ‹Hate Radio› über den Völkermord in Ruanda wurde 2012 zum Theatertreffen Berlin eingeladen. 2014 wurde er mit dem Schweizer Theaterpreis ausgezeichnet.