• DER DORFLADEN
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DER DORFLADEN – Der Dorfladen, Mittelpunkt des dörflichen Lebens, schliesst. In den letzten Stunden des Ladens rekapitulieren das Ehepaar Marta und Balzer ihr Leben, die Bedeutung des Ladens und der Gemeinschaft. Die Frage nach Gemeinschaft stellt sich in Zeiten von Arbeitsmigration und hoher Mobilität, von Gebietsreform und dem Zusammenschluss von Gemeinden neu. Über Jahrhunderte entstandene Dorfstrukturen lösen sich in kurzer Zeit auf. Grundlage bilden Interviews, die der in Degen (Val Lumnezia) aufgewachsene Regisseur Roman Weishaupt mit Menschen über den Prozess der Gemeindefusionen geführt hat. Diese Interviews wurden vom Glarner Autor Tim Krohn dramatisiert, der mit seiner Familie im Val Müstair lebt. Wenn die Dörfer sich leeren, wie geht es dann weiter? Bringt die Zukunft nur Verlust oder bietet das Neue eine Chance auf eine Zukunft? Im leergeräumen Dorfladen, den das Ausstattungsteam Remo Arpagaus und Gianina Flepp für die Bühne geschaffen haben, suchen Marta (Barbara Schneider) und Balzer (Peter Jecklin) nach dem Kern der Gemeinschaft. Aus dem Kühlraum dringt Nebel und wenn dazu plötzlich die Dorf-Blechmusik unter der Musikalischen Leitung von Remo Derungs aufspielt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Illusion. Zu diesem Erinnerungsraum hat die Künstlerin Ester Vonplon, die sich in ihren Arbeiten oft mit dem Thema Vergänglichkeit auseinandersetzt, Projektionen geschaffen. Archivfotos und –filme aus dem Dorfleben treffen auf aktuelle Fotografien und Videos, die Vonplon eigens für die Inszenierung gemacht hat. DER DORFLADEN blickt zurück auf verschwindende Strukturen und nach vorn in eine ungewisse Zukunft. Das neu gegründete ‹Kollektiv der Berge› um den Regisseur Roman Weishaupt setzt sich mit alpinen und Bündner Themen auseinander.