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CUT – Der Westschweizer Choreograf Philippe Saire hat mit seinen Arbeiten die zeitgenössische Schweizer Tanzszene massgeblich beeinflusst. 1957 in Algerien geboren, gründete Philippe Saire 1989 in Lausanne seine eigene Tanzgruppe und bezog 1995 seinen Arbeits- und Präsentationsraum, das Théâtre Sévelin 36. Philippe Saire zeigt darin internationale Gastspiele im Bereich des zeitgenössischen Tanzes, unterstützt und präsentiert lokale zeitgenössische Tanzcompagnien und erarbeitet natürlich seine eigenen Choreografien. Rund 30 Bühnenstücke, aber auch zahlreiche Kurzfilme und Performances sind so bisher entstanden.

Mit CUT lädt Saire das Publikum zu einer ganz speziellen Bühnenerfahrung ein. Er schneidet buchstäblich den Erfahrungsraum des Publikums entzwei. Mitten durch die Szene, aber auch mitten durchs Publikum, reicht eine undurchsichtige, für die Tänzer jedoch durchlässige, Trennwand. Das ermöglicht aus der Position des Publikums zwei unterschiedliche Sichtweisen auf dieselbe Geschichte. CUT wird zur Erzählung über Täuschung und Manipulation. Sowohl theatralische als auch filmische Elemente erhalten in dieser Choreografie Raum. Philippe Saire verknüpft ein radikales Raumkonzept mit einer aktiven Publikumserfahrung und einer erzählerischen Choreografie. Seine Tanzstücke sind alles andere als abstrakt. Das Théâtre Sévelin 36 ist Preisträger des ‹Prix spécial de danse 2013›, der vom Bundesamt für Kultur vergeben wird.