• SETTEMBRINI
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SETTEMBRINI – Die Jagd! Das einzig wirkliche relevante Bündner Thema. Nach der 2015 zum renommierten Schweizer Theatertreffen eingeladenen Inszenierung «Der Extremist» widmet sich «ressort k» unter der Regie von Manfred Ferrari in der szenischen Jagdprüfung «Settembrini» endlich auch einmal auf der Bühne diesem kontroversen Stoff. Auf dem Hintergrund der lustvollen literarischen Jagd-Demontage «Settembrini» des surselvischen Autors Leo Tuor erforscht die illustre Bündner Schauspieltruppe um Jaap Achterberg, Nikolaus Schmid und Andrea Zogg das Wesen der Jagd in einer erweiterten Form. Was hat es auf sich, wenn «Männer gönt go Tiar schüssa!»?

Ist es ein ehrenwerter Sport, ein sinnstiftendes Ritual oder einfach ein Massaker? Ein schonungsloser, gleichzeitig aber erheiternder Ausflug in einen amtlichen Schiesskeller. Hier findet, geleitet von zwei stummen Jagdexperten und Musikern (Luca Ramella, Marco Schädler) und in den nicht unbedingt jagdkonformen Anzügen der Kostümbildnerin Ursina Schmid eine skurrile mündliche und praktische Jagdprüfung statt. Es schält sich im kargen, der Ballistik verschriebenen Unort des Bühnenbildners Duri Bischoff heraus, was übrig bleibt, wenn aufsteigende Nebel, dem Tod geweihte Gemsenaugen und Eintagesengel alle Romantik von der Jagd entfernen.

„Ein lächerliches Moment ist dem Jäger stets eigen, wie dem Teufel im Märchen. Ein Held bist du nur, wenn du Beute vorzeigen kannst. Und noch dann, mach dir nichts vor, bist du es bloss in deinen eigenen Augen.“ (Leo Tuor)