• GRUNDRISS DER HOFFNUNG
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GRUNDRISS DER HOFFNUNG – Vier Zürcher Mittelstandssenioren – Susi, die gutsituierte Galeristin und Kulturmanagerin (Tonia Maria Zindel), Flavio, der grünliberale Gemeinderat mit Blick auf seine Wiederwahl (Patrick Frey), Sibyl, die vegane Heilpädagogin mit Hund (Charlotte Heinimann), und Jackson, der ehemals erfolgreiche Klangkünstler (Siegmund Tischendorf) – haben einen Traum: Ein erfülltes Älterwerden, selbstbestimmt unter Freunden, ohne Einsamkeit, Verlassenheit und Langeweile, in schön gestalteter Umgebung. Zur Umsetzung dieses Traums wenden sie sich an einen überambitionierten Immobilienentwickler (Manuel Löwensberg) und eine überempathische Wohntherapeutin (Lisa Bärenbold), die sich auf die Realisierung fortschrittlicher Wohnformen im Alter spezialisiert haben. Aus einer geräumigen Fabriketage an der Limmat mit noch völlig offenem Grundriss soll ein Alters-Wohnprojekt entstehen, bei dem alle Empfindlichkeiten berücksichtigt und alle Wünsche und Ansprüche, die man in einer individualisierten Wohlstandsgesellschaft hat, erfüllt werden sollen: Maximale Freiheit, grösste Sicherheit, perfekte Ästhetik, zeitgemässer Lifestyle, höchster Komfort und ein vitales, sinnerfülltes und selbstverständlich ökologisch einwandfreies Sozialleben.

«Das geriatrische Quartett: Die letzten Hippies – die Autorengemeinschaft Katja Früh und Patrick Frey zeigt ihre Alters-Farce… ‹Grundriss der Hoffnung› entwickelt sich im Laufe des Abends zu einer scharfzüngigen, provokanten und dabei mokanten Sterbe-Etüde mit Szenencharme… Das letzte Wort hat der Altersstarrsinn. Schrecklich und zum Weinen wäre das alles, wäre es nicht zum Lachen. Die Trostlosigkeit kippt in eine wundersame Milde, und alles ist gut, weil wie immer. Es sind Erfahrungen wie diese, die es lohnen, alt zu werden – und die Hoffnung auf gut gebaute Theaterabende nicht fahrenzulassen.» NZZ, Daniele Muscionico